Pickleball vs. Tennis: Was ist der Unterschied?
Pickleball vs. Tennis: wie sich Platzgröße, Ausrüstung, Zählweise und körperliche Anforderungen unterscheiden, und welcher Sport besser zu dir passen könnte.
Pickleball und Tennis sind beides Schlägersportarten und teilen sich einen Teil desselben Gespürs, Hand-Auge-Koordination, Beinarbeit, das Lesen des gegnerischen Schlags, aber die beiden Sportarten unterscheiden sich in fast jeder praktischen Hinsicht, sobald man den Platz betritt. Der Unterschied zwischen Pickleball und Tennis liegt im Platz, der Ausrüstung, dem Aufschlag, der Zählweise und der körperlichen Anforderung eines typischen Matches.
Die Platzgröße ist der offensichtlichste Unterschied. Ein Pickleball-Platz ist genauso groß wie ein Badminton-Doppelplatz, etwa ein Viertel der Größe eines Tennisplatzes, sodass mehrere Pickleball-Plätze in den Raum passen, den ein einziger Tennisplatz einnimmt. Diese kleinere Fläche bedeutet kürzere Wege zwischen den Schlägen, was ein großer Grund dafür ist, warum sich Pickleball in einer ersten Einheit so viel leichter anfühlt.
Auch die Ausrüstung unterscheidet sich. Tennis nutzt einen bespannten Schläger und einen druckbeaufschlagten, filzüberzogenen Ball, die zusammen echten Spin, Tempo und Tiefe ermöglichen, sobald man die nötige Technik beherrscht. Pickleball nutzt einen massiven Schläger ohne Bespannung und einen leichten Kunststoffball mit Löchern, ähnlich einem Wiffle Ball, der weit nachsichtiger ist und rohe Kraft nicht so belohnt wie ein Tennisschläger.
Der Aufschlag zeigt denselben Unterschied. Ein Tennisaufschlag wird über Kopf geschlagen und belohnt eine schnelle, technische Bewegung, die Jahre braucht, um sie vollständig zu entwickeln, und ist oft der schwierigste Schlag im Sport, den man gut erlernen muss. Ein Pickleball-Aufschlag wird von unten, unterhalb der Taille, diagonal in ein Aufschlagfeld geschlagen, eine viel einfachere Bewegung, die die meisten Anfänger schon in ihrer ersten Einheit passabel hinbekommen. Pickleball hat außerdem die Doppelaufsprungregel, wonach der Ball beim Aufschlag und bei der Rückgabe je einmal aufkommen muss, bevor eine Seite volleyen darf, was es im Tennis nicht gibt und verhindert, dass frühe Ballwechsel von einem einzigen starken Aufschlag entschieden werden.
Die Zählweise unterscheidet die beiden Sportarten ebenso deutlich. Tennis hat sein eigenes Vokabular, Love, 15, 30, 40, Einstand, und ist in Spiele, Sätze und ein vollständiges Match gegliedert, was Neueinsteiger eine Weile brauchen, um es vom Spielfeldrand aus zu verfolgen. Pickleball nutzt ein einfacheres numerisches Punktesystem, meist bis 11 gespielt, bei dem beim klassischen Zählsystem nur die aufschlagende Seite punkten kann, was meist leichter zu verfolgen ist, selbst wenn du den Sport noch nie gesehen hast.
Bei der körperlichen Anforderung unterscheiden sich die beiden Sportarten am stärksten. Tennis, besonders im Einzel, legt bei hohem Tempo viel Strecke zurück, mit wiederholten Sprints, plötzlichen Richtungswechseln und langen Ballwechseln, die über ein Match hinweg echte kardiovaskuläre Fitness aufbauen. Der kleinere Platz und die kürzeren Ballwechsel machen Pickleball spürbar gelenkschonender, was mit ein Grund ist, warum es von einem breiteren Altersspektrum gespielt wird, auch wenn ein schneller Doppel-Ballwechsel am Netz in kurzen Ausbrüchen durchaus ein echtes Workout sein kann.
Keine der beiden Sportarten ist besser als die andere, sie belohnen einfach unterschiedliche Dinge. Wenn dir das Abdecken eines großen Platzes, der Aufbau von Kraft von der Grundlinie und die Tradition eines längeren Matches gefallen, bietet Tennis mehr Raum, um diese Fähigkeiten zu entwickeln. Wenn du einen Sport willst, der sich schnell erlernen lässt, gesellig ist und den Körper weniger belastet, oder du bereits Tennis spielst und im Laufe der Jahre eine Möglichkeit suchst, weiter eine Schlägersportart zu betreiben, ist Pickleball eine natürliche Wahl, und viele Spieler genießen am Ende beides. Wenn du komplett neu bei Schlägersportarten bist, ist unser Ratgeber Was ist Pickleball ein guter Ausgangspunkt, und bei Open Marratxí auf Mallorca kannst du Pickleball selbst ausprobieren.
Häufig gestellte Fragen
Ist Pickleball leichter zu lernen als Tennis?
Die meisten Menschen finden Pickleball deutlich leichter zu erlernen, vor allem weil der Platz kleiner ist, der Aufschlag einfach und von unten erfolgt und die Zählweise klarer ist als die Spiel- und Satzstruktur des Tennis. Tennis hat eine steilere Lernkurve, besonders beim Aufschlag und dabei, mit einem bespannten Schläger konstant Kraft und Spin zu erzeugen.
Können Tennisspieler leicht zu Pickleball wechseln?
Ja, oft sehr leicht. Tennisspieler bringen bereits die Hand-Auge-Koordination, Beinarbeit und das Platzgefühl mit, die Pickleball belohnt, und gewöhnen sich meist innerhalb von ein bis zwei Einheiten daran. Die Hauptanpassungen sind die Gewöhnung an einen massiven Schläger statt eines bespannten, einen deutlich kleineren Platz und die Doppelaufsprungregel, die es im Tennis nicht gibt.
Haben Pickleball- und Tennisplätze die gleichen Maße?
Nein. Ein Pickleball-Platz ist etwa ein Viertel so groß wie ein Tennisplatz, eher in der Größenordnung eines Badmintonplatzes. Viele Pickleball-Plätze werden auf bestehende Tennisplätze aufgemalt, manchmal passen zwei bis vier Pickleball-Plätze in die Fläche eines einzigen Tennisplatzes, aber die beiden sind ohne neue Linien und ein niedrigeres Netz in der Mitte nicht austauschbar.
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